Auf die Energieeffizienz achten
Werbung

Waschtrockner, Geschirrspülmaschinen – und das ist genug? In Zukunft sollen die Maschinen noch mehr Arbeitsschritte übernehmen. Bei der IFA 2018 steht die automatische Dosierung von Reinigungsmitteln im Vordergrund – aber auch die Steuerung über Sprachassistenten.

Schmutzige Wäsche sortieren, schmutziges Geschirr wegräumen – der lästige Teil der Hausarbeit sollte vorbei sein. Eines Tages jedenfalls. Die Hersteller von Waschtrockner und Geschirrspülern arbeiten jedoch bereits daran, den Anwendern der Geräte die Arbeit zu erleichtern, wie die Elektronikmesse IFA in Berlin (31. August bis 5. September) zeigt. Der Alltag soll „freier und flexibler“ werden können, verspricht Reinhard Zinkann, geschäftsführender Gesellschafter von Miele.

Vollautomatisch ist das Stichwort. Die Geräte denken mit und übernehmen die Einstellungen. Und Sie müssen nicht einmal mehr das Pulver dosieren. Miele verfügt bereits über Waschautomaten, jetzt kommt ein Geschirrspüler dazu. Die Generation G 7000 hat eine zusätzliche Installation auf der Innenseite der Tür. Dort wird eine mit Pulvergranulat bestückte Scheibe eingesetzt, die während des Spülzyklus rotiert und dabei das Reinigungsmittel exakt dosiert abgibt.

Vollautomatisch spart Waschmittel

Werbung

Das sollte helfen, Geld zu sparen. Denn der Verbrauch an Reinigungsmitteln ist selten exakt auf das Programm abgestimmt. „Normalerweise nimmt man zu viel Puder, und ich kenne niemanden, der eine Lasche durchschneidet“, erklärt Markus Miele, ebenfalls geschäftsführender Gesellschafter von Miele.

Es handelt sich jedoch um ein speziell entwickeltes Pulvergranulat in maschinenabhängiger Verpackungsform – das den Kunden beim Kauf von Geschirrspülmitteln an den Hersteller bindet. Entsprechend hoch sind die Kosten: Knapp neun Euro für eine Füllung, die für 20 Spülungen im Normalprogramm bei einer Spültemperatur von 60 Grad ausreicht. Eine klassische Dosierkammer in der Tür nimmt aber auch herkömmliche Reiniger auf.

Die Dosierung nach dem Gefühl hat Nachteile

Siemens Hausgeräte bietet auch die automatische Dosierfunktion für Waschmaschinen an, erweitert sie aber jetzt auf die neue Wasch-Trockner-Serie iQ500. Das System wurde kompakter gebaut und weiter automatisiert. Die Maschine erkennt die Beladung und die Art der Textilien und kann nun auch den Verschmutzungsgrad der Textilien analysieren. Ausreichende Waschmittelmengen sollten sicherstellen, dass Waschmittel und Wasser millilitergenau zugeführt werden.

Bosch – das wie Siemens zu BSH Hausgeräte gehört – will mit durchschnittlich 220 Waschladungen pro Jahr und 30 Prozent Waschmittel in seinem ersten Waschtrockner mit automatischer Dosierung über 7.000 Liter Wasser einsparen. „Denn Untersuchungen haben gezeigt, dass man, wenn man seinen Gefühlen beim Dosieren folgt – wie die meisten Menschen – meist falsch liegt, oft zu Lasten der Umwelt, der Wäsche und des Geldbeutels“, sagt das Unternehmen.

Zu viel Reinigungsmittel schädigt die Fasern

Nach Angaben der Marke AEG geht dies mit einem solchen System auf der IFA einher, dass zu viel Waschmittel die Fasern der Kleidung schädigt. Damit verspricht das Unternehmen eine Verlängerung der Lebensdauer von Textilien – und damit ein weiteres Stück Nachhaltigkeit.

Waschmittel und Weichspüler oder alternativ ein Spezialwaschmittel für Dunkle oder Wolle einiger Hersteller in der zweiten Kammer werden in einer Dosierkammer aufbewahrt. Vernetzte Geräte können den Besitzer an die Bestellung des Nachschubs erinnern oder mit seiner Zustimmung automatisch bei Online-Lieferdiensten bestellen.

Steuerung der Geräte über App oder Sprachassistent möglich

Auch die Waschmaschinen haben noch mehr Programme: ob extra Pflege für bestimmte Textilien, trockene Erfrischung und besonders schnelles Waschen, wenn es eilig ist – um nur einige zu nennen. Der neue Geschirrspüler G700 von Miele bietet eine Erinnerungsfunktion namens „AutoStart“. Da der Reiniger immer über das Dosiersystem verfügbar ist, kann die Maschine jeden Tag zur gleichen Zeit automatisch eingeschaltet werden.

Das Ziel der Hersteller lässt sich so zusammenfassen: Das richtige Angebot für die richtige Situation und letztlich weniger Aufwand für den Eigentümer. Natürlich können die Geräte auch über WLAN und Apps gesteuert werden, teilweise mit Sprachassistenten. So kann der Besitzer seine Waschmaschine aus dem Nebenraum auswählen, morgens vom Bett oder sogar vom Schreibtisch im Büro aus einschalten.

Im Bosch-Werbefilm über den neuen Waschtrockner fliegen sogar die Kleidungsstücke selbstständig durch die Luft in die Trommel. Aber der Besitzer behält dies wie gewohnt bei: Sie müssen die Kleidung noch selbst ausfüllen.

Werbung
Werbung
0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.