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Ein Wäschetrockner nimmt Ihnen viel Arbeit ab, benötigt dafür aber regelmäßige Pflege. Werden Flusen und Feuchtigkeit nicht konsequent entfernt, steigen der Stromverbrauch und die Trocknungsdauer drastisch an. Im schlimmsten Fall kann ein stark verschmutzter Trockner sogar ein Brandrisiko darstellen.

Mit den folgenden Schritten halten Sie Ihren Trockner effizient, sicher und verlängern seine Lebensdauer.

Schritt 1: Das Flusensieb (Nach jedem Trockengang)

Das wichtigste Bauteil für die tägliche Pflege ist das Flusensieb. Ist es verstopft, kann die warme Luft nicht mehr zirkulieren, das Gerät überhitzt und verbraucht unnötig viel Strom.

  • Tägliche Reinigung: Ziehen Sie das Sieb (meist in der Türöffnung oder der Tür selbst) nach jedem Trockengang heraus. Streifen Sie die Flusen einfach mit der Hand oder einem weichen Tuch ab.
  • Intensivreinigung (monatlich): Rückstände von Waschmitteln und Weichspülern können einen unsichtbaren Film auf dem feinen Netz bilden. Waschen Sie das Sieb daher alle paar Wochen unter fließend warmem Wasser mit etwas Spülmittel ab. Wichtig: Lassen Sie es vollständig trocknen, bevor Sie es wieder einsetzen.

Schritt 2: Der Kondenswasserbehälter (Nach jedem Trockengang)

Bei Kondenstrocknern und Wärmepumpentrocknern ohne direkten Abwasseranschluss sammelt sich das entzogene Wasser in einer Schublade (meist oben links).

  • Ausleeren: Leeren Sie den Behälter nach jeder Benutzung.
  • Spülen: Spülen Sie den Behälter gelegentlich mit klarem Wasser aus, um Ablagerungen und Algenbildung im Inneren zu vermeiden.

Schritt 3: Der Kondensator / Wärmetauscher (Regelmäßig)

Hier unterscheidet sich die Reinigung je nach Trockner-Typ massiv. Ein verstopfter Wärmetauscher ist der Hauptgrund für extrem lange Trocknungszeiten.

A) Klassischer Kondenstrockner:

  • Öffnen Sie die Klappe unten links am Gerät.
  • Entriegeln Sie den Kondensatorblock und ziehen Sie ihn komplett heraus.
  • Spülen Sie den Block in der Dusche oder Badewanne mit einem kräftigen Wasserstrahl gründlich durch, bis alle Flusen zwischen den Metalllamellen weggespült sind.
  • Lassen Sie ihn gut abtropfen, bevor er wieder eingesetzt wird (ca. alle 4 bis 6 Wochen).

B) Wärmepumpentrockner:

  • Bei Wärmepumpentrocknern ist der Kondensator fest verbaut und kann nicht herausgenommen werden.
  • Öffnen Sie die untere Wartungsklappe. Bei Geräten ohne „Self-Cleaning-Condenser“ sehen Sie nun die feinen Metalllamellen.
  • Saugen Sie diese Lamellen sehr vorsichtig mit dem Bürstenaufsatz Ihres Staubsaugers ab. Streichen Sie dabei nur von oben nach unten, niemals seitwärts, da die feinen Lamellen extrem schnell verbiegen (alle 4 bis 8 Wochen).
  • Hinweis: Geräte mit „Self-Cleaning-Condenser“ spülen diesen Bereich automatisch mit dem eigenen Kondenswasser durch. Hier müssen Sie meist nur noch ein zusätzliches, kleines Flusensieb vor dem Wärmetauscher regelmäßig auswaschen.

Schritt 4: Die Feuchtigkeitssensoren (Alle 2 bis 3 Monate)

Trocknet die Maschine die Wäsche plötzlich nicht mehr richtig und bricht das Programm zu früh ab, sind meist verschmutzte Sensoren schuld.

  • Wo sie sich befinden: Die Sensoren sind zwei feine Metallstreifen (Rippen), die sich meist im Inneren der Trommel direkt hinter der Einfüllöffnung (unten an der Kante) befinden.
  • Das Problem: Kalk im Wasser und Rückstände von Weichspüler überziehen diese Sensoren mit der Zeit mit einer isolierenden Schicht. Das Gerät kann die Restfeuchte der Wäsche dann nicht mehr messen.
  • Die Reinigung: Wischen Sie die Metallstreifen mit einem rauen Schwamm oder einem feuchten Tuch und etwas Essig (oder Essigessenz verdünnt mit Wasser) gründlich ab, bis sie wieder blank sind.

Schritt 5: Trommel und Gehäuse

  • Wischen Sie die Trommel von innen regelmäßig mit einem feuchten Tuch aus.
  • Überprüfen Sie auch die Türdichtungen auf anhaftende Flusen und wischen Sie diese ab.
  • Lassen Sie die Tür des Trockners nach der Benutzung immer einen Spaltbreit offen, damit Restfeuchtigkeit entweichen kann und keine unangenehmen Gerüche entstehen.

Der ideale Pflege-Rhythmus auf einen Blick

Bauteil Reinigungsintervall Maßnahme
Flusensieb Nach jedem Trockengang Flusen manuell abstreifen.
Wasserbehälter Nach jedem Trockengang Restlos ausleeren.
Flusensieb (Intensiv) Alle 4 Wochen Unter fließendem Wasser auswaschen und trocknen lassen.
Wärmetauscher (Kondens) Alle 4 bis 6 Wochen Herausnehmen und unter der Dusche abspülen.
Wärmetauscher (Wärmepumpe) Alle 4 bis 8 Wochen Vorsichtig mit dem Staubsauger (Bürste) absaugen.
Feuchtigkeitssensoren Alle 2 bis 3 Monate Mit einem rauen Schwamm und etwas Essigwasser abreiben.
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Eine Waschmaschine sorgt zwar tagtäglich für saubere Kleidung, reinigt sich dabei aber nicht von selbst. Niedrige Waschtemperaturen, Flüssigwaschmittel und Weichspüler begünstigen Ablagerungen aus Schmutz, Fett und Fusseln. Mit der Zeit entsteht so ein unsichtbarer Biofilm, der für unangenehme Gerüche sorgt und im schlimmsten Fall die Technik beschädigt.

Damit Ihre Maschine einwandfrei funktioniert und die Wäsche wirklich frisch duftet, sollten Sie die folgenden Komponenten regelmäßig reinigen.

Schritt 1: Das Flusensieb (Fremdkörperfalle) reinigen

Das Flusensieb schützt die Laugenpumpe vor groben Teilen wie Fusseln, Haaren, vergessenen Taschentüchern oder Münzen. Ist es verstopft, pumpt die Maschine das Wasser nicht mehr richtig ab.

  • Vorbereitung: Legen Sie ein flaches Gefäß und ein Handtuch vor die Bodenklappe (meist unten rechts oder links an der Front).
  • Wasser ablassen: Öffnen Sie die Klappe und lassen Sie das Restwasser über den kleinen Notablaufschlauch in das Gefäß ab.
  • Sieb säubern: Drehen Sie das Flusensieb vorsichtig heraus. Entfernen Sie groben Schmutz und spülen Sie es unter warmem, fließendem Wasser gründlich ab.
  • Pumpenraum prüfen: Leuchten Sie mit einer Taschenlampe in die Öffnung. Entfernen Sie eventuelle Rückstände und prüfen Sie, ob sich der kleine Propeller der Pumpe hinten im Loch frei drehen lässt.

Schritt 2: Die Waschmittelschublade (Einspülkammer)

In der Einspülkammer bleiben oft Waschmittel- und Weichspülerreste haften. Diese verkrusten mit der Zeit und bieten einen idealen Nährboden für schwarzen Schimmel.

  • Herausnehmen: Ziehen Sie die Schublade bis zum Anschlag heraus. Meist müssen Sie eine kleine Verriegelung (oft beim Weichspülerfach) herunterdrücken, um sie ganz entnehmen zu können.
  • Reinigen: Weichen Sie die Schublade in warmem Wasser ein. Nutzen Sie eine alte Zahnbürste, um auch die schwer zugänglichen Ecken und den Saugheber (das kleine Röhrchen im Weichspülerfach) sauber zu bürsten.
  • Schacht auswischen: Vergessen Sie nicht das Innere der Maschine, in dem die Schublade steckt. Wischen Sie den Schacht mit einem feuchten Tuch aus.

Schritt 3: Die Gummidichtung (Manschette) pflegen

Die dicke Gummimanschette an der Türöffnung ist ein wahrer Magnet für Schmutz. In ihren tiefen Falten sammelt sich nach jedem Waschgang Wasser, zusammen mit Haaren und Fusseln.

  • Auswischen: Ziehen Sie die Gummilippe vorsichtig zurück und wischen Sie das Innere mit einem feuchten Tuch und etwas Allzweckreiniger aus.
  • Fremdkörper entfernen: Achten Sie auf kleine Gegenstände wie Büroklammern oder Knöpfe, die das Gummi beim Schleudern beschädigen könnten.
  • Trocknen: Wischen Sie die Manschette anschließend mit einem trockenen Tuch nach.

Schritt 4: Trommel und Leitungen entkalken und keimfrei machen

Auch wenn die Trommel aus Edelstahl von innen sauber aussieht – auf der Rückseite und in den Schläuchen können sich Kalk und Bakterien festsetzen.

  • Der Hygiene-Waschgang: Lassen Sie die Maschine etwa einmal im Monat komplett leer (ohne Wäsche) bei 90 °C oder 95 °C laufen. Verwenden Sie dafür ein bleichehaltiges Vollwaschmittel in Pulverform oder spezielle Waschmaschinenreiniger. Die hohen Temperaturen in Kombination mit der Bleiche töten alle Bakterien zuverlässig ab.
  • Richtig entkalken: Wohnen Sie in einer Region mit hartem Wasser, sollten Sie die Maschine regelmäßig entkalken. Nutzen Sie hierfür am besten Zitronensäure (nach Packungsbeilage dosieren) und starten Sie einen Waschgang bei 40 °C bis maximal 60 °C (Zitronensäure sollte nicht zu stark erhitzt werden).
  • Achtung bei Essig: Verzichten Sie auf Essigessenz als Reiniger. Die aggressive Säure greift auf Dauer die Gummischläuche und Dichtungen der Maschine an und macht sie porös.

Der ideale Pflege-Rhythmus auf einen Blick

Komponente Wie oft reinigen? Kurze Beschreibung
Tür und Schublade Nach jeder Wäsche Leicht geöffnet lassen, damit die Restfeuchtigkeit entweichen kann.
Gummidichtung Alle 2 bis 4 Wochen Falten gründlich feucht auswischen und trocknen.
Einspülkammer Alle 4 Wochen Herausnehmen, unter fließendem Wasser abschrubben.
Flusensieb Alle 2 bis 3 Monate Restwasser ablassen, Sieb spülen, Pumpenraum kontrollieren.
Trommel (Kochwäsche) Einmal im Monat Leerlauf bei 90 °C mit Vollwaschmittelpulver zur Keimabtötung.
Entkalkung 1 bis 2 Mal im Jahr Abhängig von der lokalen Wasserhärte, idealerweise mit Zitronensäure.
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Ein Waschtrockner ist ein echtes Raumwunder, hat aber bauartbedingt einen entscheidenden Nachteil gegenüber separaten Wäschetrocknern: Ihm fehlt in der Regel das klassische, leicht zugängliche Flusensieb in der Tür. Die Flusen, die durch die Reibung der Textilien beim Trocknen entstehen, verbleiben oft im System. Das ärgerliche Resultat: Bei der nächsten dunklen Waschladung ist die Kleidung mit hellen Fusseln übersät.

Mit der richtigen Pflegeroutine und einigen Handgriffen lässt sich dieses Problem jedoch effektiv in den Griff bekommen. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie Ihren Waschtrockner richtig entflusen.

Warum verteilen sich die Flusen auf der Wäsche?

Während ein normaler Trockner die Luft durch ein feines Netz bläst, um Fusseln aufzufangen, leitet ein Waschtrockner die Flusen meist mit dem Kondenswasser ab. Bei stark flusenden Textilien (wie neuen Handtüchern, Fleece-Pullis oder Socken) reicht dieser Spülvorgang oft nicht aus.

Die feuchten Flusen kleben dann an der Trommelwand, sammeln sich in den Falten der Gummi-Manschette oder lagern sich im internen Kondensationssystem ab. Starten Sie danach einen neuen Waschgang, werden diese alten Flusen gelöst und setzen sich auf der neuen Wäsche ab.

Schritt-für-Schritt: Den Waschtrockner richtig entflusen

Um Ihr Gerät dauerhaft flusenfrei zu halten, sollten Sie die folgenden Schritte regelmäßig (im Idealfall nach jedem intensiven Trockengang von Handtüchern) durchführen:

1. Die Gummi-Manschette auswischen

Hier sammelt sich der Großteil der sichtbaren Flusen.

  • Nehmen Sie ein feuchtes Tuch (Mikrofaser oder Baumwolle).
  • Wischen Sie den Gummiring an der Türöffnung gründlich aus.
  • Wichtig: Ziehen Sie die Lippe der Manschette leicht zurück und reinigen Sie unbedingt auch die tiefe Rille dahinter. Hier verstecken sich oft dicke Flusen-Bündel.

2. Das „Flusen spülen“-Programm nutzen

Moderne Waschtrockner verfügen über ein spezielles Reinigungsprogramm, das oft „Flusen spülen“, „Trommelreinigung“ oder „Clean“ heißt.

  • Starten Sie dieses Programm nach dem Trocknen von stark flusenden Textilien.
  • Dabei wird die Trommel und der Kondensatorkanal mit viel Wasser durchgespült, um lose Flusen in den Abfluss zu befördern.
  • Tipp für ältere Geräte ohne dieses Programm: Starten Sie einfach ein kurzes Spülprogramm (z.B. „Spülen & Schleudern“) im Leerlauf ohne Wäsche.

3. Das Flusensieb (die Fremdkörperfalle) reinigen

Auch wenn es bei Waschtrocknern eigentlich „Fremdkörperfalle“ heißt, sammeln sich hier Flusen an, die das Wasser beim Abpumpen eindicken können.

  • Öffnen Sie die Klappe unten an der Vorderseite der Maschine.
  • Lassen Sie das Restwasser über den kleinen Notablaufschlauch ab (stellen Sie eine flache Schale unter).
  • Drehen Sie das Sieb heraus und waschen Sie es unter fließendem Wasser gründlich ab.
  • Leuchten Sie mit einer Taschenlampe in die Öffnung und entfernen Sie Flusenreste am Pumpenrad.

Vorbeugende Maßnahmen für den Alltag

Die beste Reinigung nützt wenig, wenn das Problem immer wieder provoziert wird. Mit diesen Gewohnheiten reduzieren Sie die Flusenbildung drastisch:

  • Richtig sortieren: Waschen und trocknen Sie stark flusende Textilien (Frottee-Handtücher, Fleece, Flanell) strikt getrennt von Textilien, die Flusen magisch anziehen (Cord, Samt, dunkle Baumwoll-Shirts, Synthetik).
  • Nicht überladen: Wenn die Trommel beim Trocknen zu voll ist, reibt die Wäsche stärker aneinander. Das erhöht nicht nur die Trocknungszeit, sondern auch den mechanischen Abrieb und somit die Flusenproduktion.
  • Vor dem Waschen ausschütteln: Schütteln Sie Decken, Tierhaarkissen oder fusselige Pullover im Freien gut aus, bevor Sie diese in die Maschine geben.
  • Pflegeleichte Waschmittel: Verwenden Sie bei dunkler Wäsche gelegentlich ein Flüssigwaschmittel, da Pulverrückstände in Kombination mit feinen Flusen oft wie hartnäckige, graue Streifen auf der Kleidung wirken können.

Pflege-Rhythmus auf einen Blick

Maßnahme Wie oft? Zweck
Gummi-Manschette auswischen Nach jedem Trockengang Entfernt grobe Flusen vor der nächsten Wäsche
„Flusen spülen“ / Leerlauf Nach Frottee-/Fleece-Wäsche Spült das interne Kondensationssystem frei
Fremdkörperfalle reinigen Alle 4 bis 6 Wochen Verhindert Verstopfungen und Pumpen-Ausfälle
90°C Trommelreinigung Alle 1 bis 2 Monate Löst festgesetzte Flusen, Waschmittelreste und Bakterien
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