PKM Waschmaschine macht laute Geräusche beim Schleudern

Wenn die PKM Waschmaschine beim Schleudern plötzlich klingt wie ein startendes Düsenflugzeug, heftig vibriert oder gar durch das Badezimmer wandert, ist schnelles Handeln gefragt. Ignorieren Sie diesen Lärm nicht, denn andernfalls drohen teure Folgeschäden am Gerät oder an Ihren Fliesen.

Hier erfahren Sie, welche Ursachen hinter dem Krach stecken und wie Sie das Problem systematisch eingrenzen können.

PKM Waschmaschine macht laute Geräusche beim Schleudern

PKM Waschmaschine macht laute Geräusche beim Schleudern

Die häufigsten Ursachen für laute Schleuder-Geräusche

Der Lärm kann mechanische oder anwendungsbedingte Gründe haben. Dies sind die typischen Übeltäter:

  • Transportsicherungen nicht entfernt: (Nur bei ganz neuen Maschinen relevant) Wenn die dicken Bolzen auf der Rückseite nach dem Kauf nicht herausgeschraubt wurden, schlägt die Trommel beim Schleudern extrem laut gegen das Gehäuse.
  • Unwucht durch falsche Beladung: Ein einzelnes schweres Handtuch oder ein Bettbezug, in dem sich andere Wäschestücke verknäult haben, zieht die Trommel zu einer Seite. Die Maschine „schlägt“.
  • Falscher Stand: Wenn die Waschmaschine nicht zu 100 Prozent waagerecht steht oder die Kontermuttern der Gerätefüße locker sind, fängt sie bei hohen Drehzahlen an zu wackeln und zu klappern.
  • Fremdkörper in der Trommel: BH-Bügel, Münzen oder Schrauben, die zwischen der inneren Edelstahltrommel und dem äußeren Bottich klemmen, verursachen ein lautes, metallisches Kratzen oder Klackern.
  • Defekte Stoßdämpfer: Die Dämpfer fangen die Bewegungen der Trommel ab. Sind sie verschlissen (meist nach einigen Jahren), knallt der Bottich hörbar gegen die Innenwände des Gehäuses.
  • Lagerschaden: Ein defektes Trommellager äußert sich durch ein tiefes, lautes Rumpeln oder dröhnendes „Flugzeug-Geräusch“, das mit steigender Drehzahl immer lauter wird.

Schritt-für-Schritt Diagnose: Den Fehler finden

Gehen Sie diese Punkte der Reihe nach durch, um die Geräuschquelle ausfindig zu machen.

  1. Standfestigkeit prüfen: Rütteln Sie leicht an den oberen Ecken der ausgeschalteten Maschine. Lässt sie sich kippeln? Wenn ja, müssen Sie die vorderen Drehfüße neu justieren. Legen Sie eine Wasserwaage auf den Deckel und richten Sie das Gerät exakt waagerecht aus. Ziehen Sie die Kontermuttern der Füße anschließend fest an.
  2. Trommel-Innenraum kontrollieren: Leuchten Sie mit einer Taschenlampe in die Trommel. Drehen Sie sie langsam mit der Hand und achten Sie auf kratzende Geräusche. Oft haken sich BH-Bügel durch die kleinen Löcher in der Trommelwand fest.
  3. Den Stoßdämpfer-Test machen: Öffnen Sie die Tür und drücken Sie die Trommel mit beiden Händen kräftig nach unten in Richtung Boden. Lassen Sie sie schlagartig los. Die Trommel sollte sofort in ihre Ausgangsposition zurückfedern und stehen bleiben. Wippt sie stark nach, sind die Stoßdämpfer defekt und müssen ausgetauscht werden.
  4. Den Lager-Test machen (Leerdrehen): Drehen Sie die leere Trommel im ausgeschalteten Zustand schwungvoll mit der Hand. Hören Sie ein lautes, metallisches Mahlen, Rumpeln oder spüren Sie einen Widerstand? Dann ist das Trommellager defekt.

Sonderfall Lagerschaden: Lohnt sich die Reparatur bei PKM?

PKM ist eine Marke, die sich im sehr günstigen Preissegment bewegt. Während sich der Austausch von Stoßdämpfern (Materialkosten ca. 15 bis 30 Euro) oft noch rechnet und mit etwas handwerklichem Geschick selbst durchgeführt werden kann, sieht es bei einem Lagerschaden anders aus.

Bei den meisten modernen und günstigen Waschmaschinen ist der Laugenbehälter (Bottich) verschweißt. Das bedeutet, das Lager kann nicht einzeln getauscht werden. Stattdessen muss der komplette Bottich samt Trommel gewechselt werden. Wenn Sie keine Garantie mehr auf das Gerät haben, kommt dies bei einer PKM Waschmaschine in der Regel einem wirtschaftlichen Totalschaden gleich, da die Kosten für das Ersatzteil und den Technikereinsatz den Restwert der Maschine bei Weitem übersteigen.

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